Narratives Interview

Was ist ein narratives Interview?

Ein narratives Interview ist eine Interviewform, die das Gegenüber zu freiem, zusammenhängendem Erzählen anregt. Statt eng gefasster Fragen steht eine offene Erzählaufforderung im Mittelpunkt.

Narratives Interview im Detail

Das narrative Interview stammt ursprünglich aus der qualitativen Sozialforschung und zielt darauf, Menschen möglichst frei und unbeeinflusst erzählen zu lassen. Die interviewende Person hält sich mit Fragen zurück und regt stattdessen zu einer zusammenhängenden Erzählung an (etwa: „Erzählen Sie doch einmal, wie es dazu kam …“). Erst danach folgen vertiefende Nachfragen. Ziel ist, Perspektiven, Erfahrungen und Deutungen in der Sprache und Logik der erzählenden Person zu erfassen – ohne sie durch enge Fragen zu lenken. In Journalismus und Unternehmenskommunikation nutzt man narrative Elemente, um authentische, persönliche Geschichten zu gewinnen, die berühren und glaubwürdig wirken. Für die erzählende Person bietet das narrative Interview viel Raum, birgt aber auch das Risiko, abzuschweifen oder mehr preiszugeben als beabsichtigt. Wer erzählt, sollte seine zentralen Punkte kennen und den roten Faden halten, ohne die Natürlichkeit zu verlieren.

In der Praxis regt das narrative Interview zu freiem, zusammenhängendem Erzählen an: Die interviewende Person hält sich mit Fragen zurück und öffnet mit einer Erzählaufforderung, erst danach folgen vertiefende Nachfragen. Ziel ist, Perspektiven, Erfahrungen und Deutungen in der Sprache und Logik der erzählenden Person zu erfassen, ohne sie durch enge Fragen zu lenken. In Journalismus und Unternehmenskommunikation nutzt man narrative Elemente, um authentische, persönliche Geschichten zu gewinnen, die berühren und glaubwürdig wirken. Für die erzählende Person bietet das viel Raum, birgt aber das Risiko abzuschweifen oder mehr preiszugeben als beabsichtigt. Bewährt ist, den roten Faden und die eigenen zentralen Punkte im Blick zu behalten, ohne die Natürlichkeit zu verlieren.

Wie funktioniert ein narratives Interview?

Das narrative Interview regt zu freiem, zusammenhängendem Erzählen an, um Erfahrungen und Perspektiven unverfälscht zu erfassen. Erst nach der Erzählung folgen Nachfragen. Für Erzählende gilt: viel Raum, aber den roten Faden und die zentralen Punkte im Blick behalten.

Narratives Interview – Beispiele aus der Praxis

Eine Gründerin erzählt auf eine offene Aufforderung hin frei ihre Unternehmensgeschichte. Ein Forscher lässt eine Zeitzeugin ihre Erlebnisse zusammenhängend schildern. Ein Journalist gewinnt über narrative Elemente eine persönliche, berührende Geschichte.

Narratives Interview: Merkmale im Überblick

  • Prinzip: freies, zusammenhängendes Erzählen
  • Rolle: zurückhaltende, offene Erzählaufforderung
  • Herkunft: qualitative Sozialforschung
  • Nutzen: authentische, persönliche Geschichten
  • Risiko: Abschweifen, ungewolltes Preisgeben

Verwandte Begriffe

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Narratives Interview: Häufige Fragen

Was ist ein narratives Interview?

Eine Interviewform, die zu freiem, zusammenhängendem Erzählen anregt – statt eng gefasster Fragen steht eine offene Erzählaufforderung im Mittelpunkt.

Woher stammt das narrative Interview?

Ursprünglich aus der qualitativen Sozialforschung, wo es Menschen möglichst frei und unbeeinflusst erzählen lassen soll.

Wozu nutzt man narrative Interviews?

Um Erfahrungen und Perspektiven unverfälscht zu erfassen und authentische, persönliche Geschichten zu gewinnen, die berühren und glaubwürdig wirken.

Worauf sollte man als Erzählende:r achten?

Auf den roten Faden und die eigenen zentralen Punkte – der große Erzählraum verleitet leicht zum Abschweifen oder dazu, mehr preiszugeben als beabsichtigt.

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