Aufmacher
Was ist ein Aufmacher?
Der Aufmacher ist der hervorgehobene Hauptbeitrag einer Zeitungsseite, einer Ausgabe oder einer Website. Er steht an der prominentesten Stelle – etwa oben auf der Titelseite oder ganz oben im Online-Aufmacherbereich – und signalisiert dem Publikum: Das ist das wichtigste Thema.
Aufmacher im Detail
Der Aufmacher ist ein zentrales Element der redaktionellen Gestaltung. Seine Platzierung folgt dem Nachrichtenwert eines Themas: Was die Redaktion für besonders relevant, aktuell oder aufmerksamkeitsstark hält, wird zum Aufmacher. Auf der Zeitungstitelseite ist das der große Beitrag „über dem Falz“, online der oberste, meist mit großem Bild inszenierte Artikel. Ein Aufmacher besteht typischerweise aus einer markanten Überschrift, einem Vorspann (Lead) und einem dominanten Bild. Die Auswahl spiegelt zugleich die Blattlinie eines Mediums wider – Qualitäts- und Boulevardmedien setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Für Unternehmen und Personen ist der Aufmacher besonders wirksam (positiv wie negativ), weil er die größte Sichtbarkeit erzeugt.
Für die Medienarbeit ist der Aufmacher das begehrteste, aber auch das am schwersten zu erreichende Ziel: Nur Themen mit hohem Nachrichtenwert, klarer Relevanz und idealerweise starkem Bildmaterial haben eine Chance. Wer einen Aufmacher anstrebt, sollte Exklusivität, einen aktuellen Anlass und gut aufbereitete Fakten bieten. Zugleich ist Vorsicht geboten: Ein Aufmacher wirkt in beide Richtungen – positive wie negative Berichterstattung erhält an dieser Stelle maximale Sichtbarkeit und Nachwirkung. In der Krisenkommunikation kann ein negativer Aufmacher erheblichen Reputationsschaden verursachen. Das Wissen um die Auswahllogik von Redaktionen hilft, Chancen realistisch einzuschätzen und Themen so aufzubereiten, dass sie die prominente Platzierung verdienen.
Wofür wird der Aufmacher eingesetzt?
Der Aufmacher lenkt Aufmerksamkeit und strukturiert die Wahrnehmung: Er sagt dem Publikum, was zuerst und am wichtigsten zu lesen ist. Für die Medienarbeit ist er das begehrteste „Platzierungsziel“ – ein Thema als Aufmacher zu setzen, bedeutet maximale Reichweite und Wirkung.
Aufmacher – Beispiele aus der Praxis
Eine überregionale Tageszeitung macht mit einer Wirtschaftsentscheidung auf. Ein Nachrichtenportal setzt eine exklusive Recherche mit großem Bild an die Spitze der Startseite. Ein Unternehmen erreicht mit einer gut getimten Studie den Aufmacher im Wirtschaftsteil.
Aufmacher: Merkmale im Überblick
- Platzierung: prominenteste Stelle der Seite/Ausgabe
- Bestandteile: Überschrift, Vorspann, dominantes Bild
- Auswahlkriterium: hoher Nachrichtenwert
- Wirkung: maximale Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit
- Kontext: spiegelt die Blattlinie des Mediums
Verwandte Begriffe
- Überschrift (Headline)
- Vorspann (Lead)
- Nachrichtenwert
- Blattlinie
- Printinterview
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Aufmacher: Häufige Fragen
Was ist ein Aufmacher?
Der hervorgehobene Hauptbeitrag einer Seite, Ausgabe oder Website – prominent platziert, mit markanter Überschrift und großem Bild. Er signalisiert das wichtigste Thema.
Wonach wählt eine Redaktion den Aufmacher aus?
Nach dem Nachrichtenwert: Aktualität, Relevanz, Nähe, Prominenz oder Konfliktgehalt. Auch die Blattlinie des Mediums beeinflusst, welches Thema aufgemacht wird.
Woraus besteht ein Aufmacher?
In der Regel aus einer prägnanten Überschrift, einem einleitenden Vorspann (Lead) und einem dominanten Bild – zusammen erzeugen sie maximale Aufmerksamkeit.
Warum ist der Aufmacher für die Medienarbeit wichtig?
Weil er die größte Sichtbarkeit bietet. Ein Thema als Aufmacher zu platzieren, bedeutet maximale Reichweite – umgekehrt wirkt negative Berichterstattung an dieser Stelle besonders stark.
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