Intomedia Blog: Alles zwischen Sendern und Empfängern

Die beiden Autoren

Stefan Wagner

Stefan Wagner ist Gründer und Geschäftsführer von IntoMedia.
Er trainiert und coacht Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Industrie und Politik.
Er arbeitet parallel als Sendungscoach und Moderatoren-Trainer beim ORF. Er betreut Top-Journalisten der Sendungen „Zeit im Bild“, „Report“, „Club 2“, sowie bei den Sendern Ö1 und Ö3.

"Ich erinnere mich genau an den Tag, als ich meine erste Fernsehgeschichte gestaltete. Ich ging abends nach Hause. Ich hatte während der Fahrt meinen Kopf von allen Gedanken aus der Arbeit freigemacht und war innerlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt, da hörte ich aus dem Fernseher der Nachbarwohnung die Nachrichten – mein Beitrag wurde gerade gesendet. Und mit einem Mal wurde mir schlagartig bewusst, was hier passierte: Meine Gedanken waren gerade auf dem Weg in die Köpfe von Hundertausenden von Menschen. Ein unglaublicher Adrenalin-Kick und gleichzeitig eine große Verantwortung.
Dieser Impuls bestimmt seither meine Arbeit, als Brücke zwischen Medienmachern und Menschen, die etwas zu sagen haben."


Stefan Schimmel

Stefan Schimmel ist Leiter der Unit „Personal Presence“ bei IntoMedia. Bei „Personal Presence“ geht es – im Unterschied zur Präsentation, mit der Produkte, Projekte und Ideen dargestellt werden – um die Re-Präsentation: die Darstellung der Persönlichkeit. Dabei steht die ungekünstelte Entfaltung der Sprecher und Rednerinnen im Vordergrund.
Stefan Schimmel arbeitete lange Zeit als Theaterregisseur und Theaterpädagoge und bezieht von dort seine Erfahrung im Umgang mit Menschen, die auf einer Bühne unter Stress Leistung bringen müssen.

"Eine meiner ersten Aufgaben als Regisseur bestand darin, mit einem Kollegen einen Monolog zu erarbeiten. Wir hatten bei der Arbeit ein gutes Gefühl, doch die Feedbacks des Testpublikums kurz vor der Premiere waren niederschmetternd. Wir waren ratlos, taten jedoch instinktiv das Richtige. Anstatt alles umzukrempeln, setzten wir uns hin und redeten – über das, was uns gefiel und wovon wir zutiefst überzeugt waren. Und dann geschah das Wunder. Wir änderten am Ergebnis keine einzige Millisekunde. Jedes einzelne Wort blieb, wie es war. Aber der Schauspieler begann zu vertrauen. Es war, wie wenn sich zusätzliche, lebenswichtige Kanäle geöffnet hätten. Und plötzlich gelang es ihm, vom ersten Wort an bei seinem Publikum Spannung zu erzeugen und eineinhalb Stunden lang aufrecht zu erhalten bis zum Schluss. Das Stück wurde einer dieser seltenen Selbstläufer, die sich fast ausschließlich durch Mundpropaganda tragen. Es stand fünf Jahre lang am Spielplan des Hauses, war immer ausverkauft und wurde auch in Gastspielen mehr als 70 Mal gezeigt.
Auf einer Rednerbühne geht es selbstverständlich nicht um die Darstellung von Rollen, sondern von Argumenten, Projekten und Ideen. Aber da wie dort gilt gleichermaßen, dass Stimmigkeit und Verbindlichkeit wesentliche Bestandteile erfolgreicher Kommunikation sind."